DDR TV-Archiv “Polizeiruf 110” Box 14 erschienen

Seit Donnerstag ist die 14. Box (1986 – 1986) von Studio Hamburg lieferbar. Die Heftbeilage ist wieder als 4-Seiter vertreten. Dieses Mal gibt es einen Überblick über die Darsteller der 8 Folgen. Auf ein interessantes Bild der Dreharbeiten möchte ich noch hinweisen.
Leider gibt es dieses Mal keine Bonus-Materialien.

Folgende Filme sind auf den vier DVDs:
DVD 1
(108) Das habe ich nicht gewollt
(109) Im Kreis

DVD 2
(110) Die alte Frau im Lehnstuhl
(111) Unheil aus der Flasche

DVD 3
(112) Explosion
(113) Der Tote zahlt

DVD 4
(114) Zwei Schwestern
(115) Die letzte Kundin

DVD Info
4 DVDs, Genre: TV-Serie / Krimi, Produktionsjahr: 1986–1987, Laufzeit: ca. 675 Min., Bildformat: 4:3, Tonformat: DD 2.0 Mono, Sprache: Deutsch, FSK: ab 12 Jahren, EAN: 4052912371378

Label “Studio Hamburg enterprises

Schuber Vorderseite

Schuber Vorderseite


Schuber Rückseite

Schuber Rückseite


Aufgeklappte Box: Vorderseite

Aufgeklappte Box: Vorderseite


Aufgeklappte Box: Rückseite mit DVDs

Aufgeklappte Box: Rückseite mit DVDs


Begleitheft

Begleitheft

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(339) Der verlorene Sohn (MDR, 2013)

Die neuen Kommissare Claudia Michelsen und Sylvester Groth in ihrer ersten Rolle als Brasch & Drexler.

Kommissarin Brasch wird an den Tatort gerufen. In einem neu eröffneten Fitnessstudio im Zentrum von Magdeburg liegt ein toter Afrikaner. Dem ersten An- schein nach wurde der Mann beim Diebstahl illegaler Anabolika überrascht und erschossen. Doch nicht nur die Tatwaffe, eine Kalaschnikow, ist in diesem Fall un- gewöhnlich. Der Asylbewerber war bereits tot, als ihn die Kugeln trafen. Da ein rechtsextremistischer Hin- tergrund der Tat nicht auszuschließen ist, entscheidet Kriminalrat Lemp, dass Brasch ab jetzt gemeinsam mit Kommissar Jochen Drexler ermitteln muss.
Der Fund der Tatwaffe bei Victor Koslow, dem Besitzer des Studios, scheint den Mordverdacht gegen ihn zu bestätigen. Der Russe wird festgenommen. Brasch kommen Zweifel an Koslows Täterschaft, Drexler an Braschs Glaubwürdigkeit. Die Kollegin verschweigt zu- nächst, dass sie Koslow aus früheren Zeiten kennt. Und dies ist nicht ihr einziges Geheimnis. In der Rechtsme- dizin erkennt Dr. Anita Gerland Farbspuren von Gotcha- munition an der Kleidung des Toten. Dieser Hinweis führt die Ermittler zu einer Gruppe von rechtsextremen Jugendlichen. Dort trifft Brasch – nach Monaten ohne Kontakt – auf ihren Sohn Andi, nun Mitglied einer rechtsextremistischen Jugendband und Verdächtiger im Mordfall Layé.
Doch die Tat ist den Jugendlichen nicht nachzuweisen. Erst als ein weiterer Mord geschieht, ahnen Brasch und Drexler die wahren Hintergründe für den Tod des Asyl- bewerbers. Aber den Kommissaren fehlen Beweise, mit denen sie auch die Hintermänner überführen können. Im letzten Moment gelingt es Brasch und Drexler ei- nen weiteren Mord zu verhindern und die Drahtzieher in diesem Fall zu überführen.

Stab
Buch: Christoph und Friedemann Fromm
Regie: Friedemann Fromm
Produktion: Saxonia Media Filmproduktionsgesellschaft mbh

Besetzung
Claudia Michelsen: Hauptkommissarin Doreen Brasch
Sylvester Groth: Hauptkommissar Jochen Drexler
Felix Vörtler: Kriminalrat Uwe Lemp
Steve Windolf: Kriminalobermeister Mautz
Floriane Daniel: Rechtsmedizinerin Dr. Anita Gerland
Vincent Redetzki: Andi Wegener
Merab Ninidze: Victor Koslow
Cornelia Gröschel: Lisa
Peter Benedict: Rechtsanwalt Walser
Johannes Klaußner: Joachim Langner
Nils Düwell: Niklas Seifert
Isabel Bongard: Monika Durban „Moni“
Antonio Wannek: Alexander Behrend „Beere“
Max Hegewald: Matthias Wisnietzki „Matze“

Sendetermin: Sonntag, 13. Oktober 2013, 20.15 Uhr im Programm der ARD

Pressestimmen: Polizeiruf 110 „Kinderparadies“

Polizeiruf 110 „Kinderparadies“ Damit überführen wir Bruno, das Beißerchen
Im neuen „Polizeiruf“ aus München wiegen sich Supereltern mit Kinderliedern in ihre Lebenslügen. Die Erzählmittel sind verwirrend, Regisseur Leander Haußmann dringt trotzdem tief in unsere Zeit ein.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/polizeiruf-110-kinderparadies-damit-ueberfuehren-wir-bruno-das-beisserchen-12592994.html

„Polizeiruf 110“: Kommissar Meuffels im Kinderparadies
In einem Wohlstandsmilieu, in dem Kinder wie Götter behandelt werden, muss Matthias Brandt ermitteln. Er glänzt erneut als Hauptkommissar Hanns von Meuffels.
http://www.abendblatt.de/kultur-live/article120435815/Polizeiruf-110-Kommissar-Meuffels-im-Kinderparadies.html

Plagiatsvorwurf gegen „Polizeiruf 110“ zurückgewiesen
http://www.t-online.de/regionales/id_65724850/plagiatsvorwurf-gegen-polizeiruf-110-zurueckgewiesen.html

Neuer “Polizeiruf 110″ aus München: Der Kommissar und die hysterischen Eltern
http://de.tv.yahoo.com/blogs/tv-kritik/neuer-polizeiruf-110-aus-m%C3%BCnchen-der-kommissar-und-133651561.html

„Polizeiruf“: Hölle Kinderparadies
http://www.rp-online.de/gesellschaft/fernsehen/polizeiruf-hoelle-kinderparadies-1.3707311

BR-„Polizeiruf“ über Elternwahn: Götter in Windeln
http://www.spiegel.de/kultur/tv/muenchner-polizeiruf-ueber-elternwahn-mit-matthias-brandt-a-920657.html

Tatort Eifel: Polizeiruf 110 – Der verlorene Sohn

Am Donnerstagabend fand in Daun auf dem Krimifestival Tatort Eifel die Premiere des neuen Magdeburger Polizeiruf 110 statt. Claudia Michelsen und Sylvester Groth geben darin ein neues, höchst ungleiches Ermittler-Duo.

Als die Kommissarin auf dem Motorrad – so wird Claudia Michelsen wohl in die Geschichte des „Polizeiruf 110“ eingehen. Oder auch als „weiblicher Schimanski“. So wurde ihre Figur, Hauptkommissarin Brasch, jedenfalls mehrfach während der Premierenfeier des neuen Magdeburger „Polizeirufs“ bezeichnet.

Die Folge „Der verlorene Sohn“ hat bereits im Vorfeld der Ausstrahlung (am 13. Oktober um 20.15 Uhr im Ersten) viel mediale Aufmerksamkeit gefunden: Der erste „Polizeiruf“ aus Magdeburg – und gleich geht es um Rechtsradikale.

Das Bemerkenswerteste am fertigen Produkt ist allerdings weniger das Thema als vielmehr die Figurenkonstellation, die in der Tat ein wenig an die Duisburger „Tatort“-Folgen der 80er Jahre erinnert. Brasch ist eine impulsive Draufgängerin; sie fährt Motorrad, ist eine ehemalige Punkerin mit äußerst bewegter Vergangenheit. Bei der Polizei ist sie zunächst Mitglied eines Sondereinsatzkommandos gewesen. Das bedeutet, dass sie nicht nur verbal sehr schlagfertig ist, sondern sich auch mit dem Einsatz physischer Gewalt bestens zu wehren versteht.

Ihr Kollege Drexler ist das krasse Gegenteil von ihr: ein introvertierter Eigenbrötler; sehr intelligent und gebildet, aber komplett verschlossen. Sylvester Groth spielt ihn als eine Art grimmigen Mr. Spock. Man ahnt, dass in ihm Gefühle brodeln, aber er lässt davon so gut wie nichts an die Oberfläche kommen. Er achtet sehr genau auf die Einhaltung der Vorschriften, die seine Kollegin gerne schon mal ignoriert.

Das Besondere an ihrer Beziehung ist weniger die Gegensätzlichkeit; die gibt es ja zwischen den Ermittlerfiguren in jedem 08/15-Krimi. Was im „Polizeiruf“ jedoch anders ist: Da ist kein Augenzwinkern, kein sie-mögen-sich-ja-doch-irgendwie, kein harmloses Kabbeln, sondern tatsächlich eine fundamentale, gegenseitige Ablehnung. In dieser Hinsicht unterscheiden sie sich auch klar von Schimmi und Thanner. Nur unter Zwang arbeiten sie überhaupt zusammen. Da ist auch keinerlei verborgene sexuelle Anziehung. Im Gegenteil: Drexler, die mit Abstand interessanteste, weil mysteriöse Figur kommt geradezu asexuell herüber. Als Brasch ihren Grünzeug futternden Kollegen warnt, „Sie wissen, Salat macht impotent“, antwortet er mit provokanter Gelassenheit, „Impotenz macht frei.“

Die Krimihandlung nimmt sich eines – nicht zuletzt durch die NSU-Anschläge – brandaktuellen Themas an. Anfangspunkt ist eine tödlich endende Hetzjagd auf einen afrikanischen Asylbewerber. Das Thema wird durchaus spannend und vielschichtig umgesetzt, nicht zuletzt dadurch, dass Kommissarin Brasch auf eine sehr persönliche Weise selbst von dem Fall berührt wird. Einer der verdächtigten Neo-Nazis ist nämlich ihr Sohn.

Als Fazit bleibt: Als Krimi haut einen „Der verlorene Sohn“ vielleicht nicht aus den Socken, versteht aber trotzdem ganz gut zu unterhalten. Von dem Team Brasch/Drexler möchte man – selbst als Nicht-„Tatort“- oder „Polizeiruf 110“-Fan jedoch in Zukunft mehr sehen!

Quelle: http://www.serienjunkies.de/news/tatort-eifel-polizeiruf-110-verlorene-53373.html