Hasso Mager „Gier“ 1983

Als 106. Folge des Polizeiruf 110 lief 1986 zum ersten Male die Folge Gier, welche einem Roman von Hasso Mager zugrunde lag.

Der Roman erschien bereits 1983 im Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale und wurde von Hasso Mager geschrieben. Das abgebildete Cover stammt von der Ausgabe des DDR-Buchclub-65 aus dem gleichen Jahr.

Mager_Gier

Klappentext dieser Ausgabe:
„Sieh mal“, sage sie, „ich biete dir doch wirklich alles, was ein Mann braucht …“ Scheißleben, dachte Dose. Er war seiner Ehe überdrüssig, er begann seine Frau zu hassen …
Eines Tages wird Annemarie D., seine Ehefrau, tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Der Mörder wollte seine Tat durch Vortäuschung eines tödlichen Herzanfalls vertuschen. „Tod durch Erwürgen!“ stellt die Ärztin fest, als sie den Tod dokumentiert und die Polizei informiert. Wer hat Annemarie D. getötet? Hat ihr Mann, der etwas beschränkte Carlheinz D., mit ihrem gewaltsamen Ende zu tun? Gründe für diese Annahme gab es genügend. Sie hatte viel Geld, und er war von ihr abhängig. Aber deswegen ein Mord?
Bei ihrer ebenso spannenden wie intensiven Ermittlungsarbeit hat es die MUK mit einer Vielzahl von Fakten und Vermutungen zu tun. Für die Kriminalpolizei kommt mehr ans Tageslicht, als alle Verdächtigen erwartet haben. Das Motiv für alle Delikte, die im Verlauf der Ermittlungen an die Oberfläche kommen, ist immer das gleiche: Gier.

„Getünchte Gräber“ von Karl Heinz Berger

Der Roman „Getünchte Gräber“ von Karl Heinz Berger erschien 1977 in der Reihe „Delikte Indizien Ermittlungen“ und diente als Vorlage für den Film „Außenseiter„. Dieser Film wurde als Polizeiruf 110 produziert, aber nicht in dieser Reihe gesendet. Der gerade bei ICESTORM auf DVD erschienene Film wurde am 27. Januar 1985 im Fernsehen der DDR erstgesendet. Im Film spielen so bekannte Schauspieler wie Volkmar Kleinert, Renate Geißler, Ezard Hausmann Gojko Mitic und Jürgen Zartmann mit.

Klappentext Romanvorlage
In der gemeinsamen Vergangenheit zweier ehemaliger Freunde, des Lehrers Fritz Krüger und des Schauspielers Paul Schulte, die sich nach zwanzig Jahren während eines Kuraufenthaltes wiedertreffen, liegt genug Zündstoff, der eine Gewalttat auslösen könnte. Die Frau Schultes und einstige Freundin Krügers nämlich, derentwegen sie sich seinerseits entzweihten, kommt auch in den Kurort und weckt in Krüger mehr als nur Erinnerungen. Und so richtet sich natürlich gegen ihn der Verdacht zuerst, als der andere tot aufgefunden wird.
Oberleutnant Herbst macht kein Hehl daraus, wie fragwürdig die Position des Lehrers ist, so daß dieser, um sich von dem Verdacht zu befreien, auf eigene Faust Ermittlungen unternimmt. Dabei wird immer lebendiger, was er als längst vergangen abgetan und überwunden glaubte. Aber es ist vor allem Eifersucht, die ihn auf die Spur des Täters bringt.

Werbetext DVD „Außenseiter“
Der Schauspieler Paul Schulte (Volkmar Kleinert) tritt einen Kuraufenthalt an der Ostsee an, um sein Herzleiden behandeln zu lassen. Seine Frau Barbara (Renate Geißler) begleitet ihn. Wertvolle Kunstgegenstände in einer Kirche am Kurort erwecken ihr Interesse. Gemeinsam mit ihrem Komplizen und Geliebten Klaus Grunow (Gojko Mitic´ ) plant sie den Einbruch in die Kirche. Doch Paul durchschaut die Pläne seiner Frau. Er bittet sie vergeblich, die Finger davon zu lassen. Eines Morgens wird Paul Schulte tot aufgefunden. Ist er seinem Herzleiden erlegen? Oder war es Mord? Die Polizei beginnt zu ermitteln.
(Quelle: icestorm.de)

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„Drei Flaschen Tokaier“ in der DIE-Reihe als Weltbild-Edition

Auch der WELTBILD Verlag hat die guten alten Romane der DIE-Reihe (Delikte–Indizien–Ermittlungen) in einer eigenen Sammelreihe „verbraten“. Unter den recht gut ausgewählten Bänden befindet sich auch Klaus Möckels Roman „Drei Flaschen Tokaier“, der als Vorlage für einen Polizeiruf-110-Film diente. Die Weltbild-Ausgaben sind als solide Hardcover-Bücher mit neuen Covermotiven durchaus eine Alternative zu den alten Originalen, zumal die Bände bereits ab einem Euro bei eBay zu erwerben sind.

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Folgende DIE-Romane sind als WELTBILD-Edition verfügbar:

Tom Wittgen: Tod im Regenwald;
Gert Prokop: Einer muss die Leiche sein;
Jan Eik: Wer nicht stirbt zur rechten Zeit;
Wolfgang Kienast: Das Risiko der Perfektion;
Bernd Diksen: Das Vorurteil;
Wolfgang Schreyer: Unabwendbar;
Dorothea Kleine: Im Namen der Unschuld;
Horst Bastian: Die Brut der schönen Seele;
Harry Thürk: Die tätowierte Unschuld;
Hartmut Mechtel: Auf offener Straße;
Wolfgang Schreyer: Nebel;
Wolfgang Kienast: Das Ende einer Weihnachtsfeier;
Barbara Neuhaus: Wohl dem, der keine Erben hat;
Hartmut Mechtel: Tod in Grau;
Harry Thürk: Der maskierte Buddha;
Hartmut Mechtel: Der blanke Wahn;
Klaus Möckel: Drei Falschen Tokaier;
Hans Ulrich Lüdemann: Ein mörderischer Dreh;
Barbara Neuhaus: Tatmotiv Angst;
Gert Prokop: Der Tod des Reporters;
Tom Wittgen: Das sanfte Mädchen;
Max Adam: Stirb du für mich;
Joachim Wohlgemuth: Brandzone;
Fritz Erpenbeck: Der Tote auf dem Thron;
Bernd Diksen: Leere Hände;
Tom Wittgen: Die falsche Madonna;
Jan Eik: Poesie ist kein Beweis;
Gert Prokop: So blond, so schön, so tot;
Steffen Mohr: Blumen von der Himmelswiese

Der Kreuzworträtselmord – Die wahre Geschichte

Der 123. Polizeiruf „Der Kreuzworträtselfall“ bleibt und ist etwas Besonderes. Auch 25 Jahre nach der Erstausstrahlung des legendären Filmes und 32 Jahre nach der tatsächlichen Tat lässt uns das Thema mit aktuellen Neuigkeiten und Entwicklungen nicht in Ruhe. Nach dem der Sutton Verlag aus Erfurt das Buch „Der Kreuzworträtselmord – Die wahre Geschichte“ von Kerstin Apel veröffentlicht hat stürzte sich nicht nur die Presse nach Jahren der Ruhe wieder auf dieses Thema. Nach mehr als 30 Jahre nach dem Verbrechen hat die Staatsanwaltschaft Halle nun ein Mordermittlungsverfahren gegen die damalige Freundin des Täters eingeleitet. Die im Buch geschilderten Tatsachen sind Informationen die den damaligen Ermittlungsarbeiten enthalten wurden. Was Kerstin Apel einst ausgesagt habe und was jetzt bekannt werde, stimme nicht überein. Es ist auch nicht abzusehen, ob das Verfahren je in einen Prozess endet. Was im Buch künstlerische Freiheiten und was Wahrheiten sind ist derzeit noch unklar.

Ob ich dieses Buch bedenkenlos empfehlen kann, möchte ich noch nicht sagen. In Halle, die Stadt der realen Tat, hat das Buch, vor allem aber eine angekündigte Lesung, große Empörung ausgelöst.

Beschreibung
Die Berliner Journalistin Shiva ist alles andere als begeistert, als ihr Chef sie aus dem lang ersehnten Urlaub in Oberhof reißt, um einen uralten, längst gelösten Kriminalfall neu zu recherchieren. Und damit will der die miese Auflage steigern?
1981 hatte der Kreuzworträtselmord die ganze Republik wochenlang in Atem gehalten und eine der größten Fahndungsaktionen der DDR ausgelöst. Aber der Täter wurde gefasst und hat seine Strafe abgesessen. Lustlos beginnt Shiva, Zeugen zu befragen und die Fakten zu rekonstruieren. An eine Story glaubt sie nicht so recht.
Nur, warum gibt sich die Polizei so zugeknöpft und wer versucht, den Täter zu verstecken? Als Shiva eine Zeugin ausfindig macht, wird sie angegriffen. Was ist damals wirklich geschehen?

Kerstin Apel, Jahrgang 1963, lernte als Schülerin in Halle-Neustadt einen Jungen kennen, der zum Mörder werden sollte. »Der Kreuzworträtselmord« ist ihre erste schriftstellerische Arbeit. Nach 30 Jahren verarbeitet sie darin literarisch ihre eigenen traumatischen Erfahrungen. Denn was trotz all der Berichterstattung über den wohl aufsehenerregendsten Kriminalfall der DDR-Zeit nie bekannt wurde: Sie musste entdecken, dass ihr damaliger Freund den siebenjährigen Lars Bense in der Wohnung ihrer Mutter ermordete.“
(Quelle: http://www.suttonverlag.de/buch/der_kreuzwortraetselmord_978-3-95400-142-2.html)

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Neuausgabe: DIE Krimi „Tod im Regen“ von Tom Wittgen

Aus dem reichhaltigen Fundus der „DIE Reihe“ hat der KOMET Verlag Anfang des Jahres weitere Bände in der bereits bekannten Aufmachung veröffentlicht. Aus der Sicht der Polizeiruf-Fans ist der Roman „Tod im Regen“ von Tom Witten besonders interessant. 1993 diente der Roman als Vorlage zum Polizeiruf des ORB/SFB (157) „Blue Dream – Tod im Regen

Tom Wittgen
Tod im Regen

Eine einsam gelegene Fernfahrergaststätte am Rande einer brandenburgischen Kleinstadt ist der Schauplatz eines blutigen Verbrechens. Mit drei tödlichen Schüssen wird eine junge Kellnerin vor dem »Blue Dream« in einer regnerischen Nacht niedergeschossen. Man munkelt, dass ganz in der Nähe ein illegales Waffenlager versteckt sein soll. Musste die attraktive Frau ihr Wissen über den verborgenen blühenden Handel teuer bezahlen? Oder war pure Eifersucht im Spiel? Ein spannender Kriminalroman voller überraschender Wendungen, der Vorlage für einen Film der Polizeiruf-110-Serie war.

„Delikte – Indizien – Ermittlungen“ – das war DIE Kriminalroman-Reihe der DDR. Die neue KOMET-Sammlerausgabe präsentiert eine Auswahl der besten Krimis aus der legendären Kultserie. Die bekanntesten Autoren der ehemaligen DDR, wie Tom Wittgen, Jan Eik oder Gert Prokop, sorgen für schnörkellose Spannung. Ein Fest für Krimi-Fans!

Klappenbroschur
208 Seiten, Format 12,5 x 20,2 cm
ISBN: 978-3-86941-312-9
EUR 4,99

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Neuausgabe: Drei Flaschen Tokaier (Komet Verlag)

Wer den Roman von Klaus Möckel „Drei Flaschen Tokaier“ noch nicht gelesen hat bekommt jetzt eine preiswerte Möglichkeit. In der Neuedition von 10 Kriminalfällen aus der DDR-Krimireihe „DIE – Delikte, Indizien, Ermittlungen“ ist auch der in der Polizeiruf-Reihe verfilmte Roman erschienen.

Klaus Möckel
Drei Flaschen Tokaier

Krimikunst mit Kultfaktor
Stilvoll gestaltete Sammlerausgabe
Spannung in Serie von den besten ostdeutschen Krimiautoren
Ein Highlight aus der Krimi-Kultreihe „DIE – Delikte Indizien Ermittlungen“
Der 18-jährige Jörg Paulsen wird unter Mordverdacht verhaftet: Zahlreiche Indizien sprechen dafür, dass er im Alkoholrausch einen Mann getötet und beraubt hat. Der Fall erscheint völlig eindeutig und verspricht den verantwortlichen Kriminalisten eine schnelle Lösung. Dennoch nutzen sie einen kleinen, zunächst als nebensächlich empfundenen Hinweis, um den Tathergang erneut zu rekonstruieren. Und auf einmal stellen sich Zweifel ein: Ist Paulsen wirklich der Mörder? – „Delikte – Indizien – Ermittlungen“ – das war DIE Kriminalroman-Reihe der DDR. Die neue KOMET-Sammlerausgabe präsentiert eine Auswahl der besten Krimis aus der legendären Kultserie. Die bekanntesten Autoren der ehemaligen DDR, wie Tom Wittgen, Jan Eik oder Gert Prokop, sorgen für schnörkellose Spannung. Ein Fest für Krimi-Fans!
(Quelle: http://www.komet-verlag.de)

Klappenbroschur
240 Seiten,
Format 12,5 x 20,2 cm
ISBN: 978-3-86941-254-2
EUR 4,99

Direktlink zum Komet-Verlag

Die Bad Homburg-Folgen

Zwei der spannendsten Drehbücher von Titus Selge hat Tina Blase in ihrem Buch zu einem Doppel-Roman zusammengefasst, der den Filmen in nichts nachsteht: Die Handlung ist kurzweilig, die Figuren sind sympathisch und Bad Homburg strahlt in düsterem Licht. Im Zentrum der Handlung steht Kommissar Keller, der aus Berlin in seine Heimatstadt Bad Homburg zurückkehrt und irgendwo zwischen Nostalgie und neuer Liebe seinen Platz finden muss. Dass er dabei auch gegen alte Freunde ermitteln muss, macht ihm die Rückkehr nicht leichter. Leider hat der Hessische Rundfunk die Figur des Kommissar Kellner bereits nach 4 Filmen wieder aufgegeben und sich dann komplett vom Polizeiruf zurückgezogen. Die 4 Filme liefen zwischen 2004 und 2008. Das Buch erschien 2008 im Societäts Verlag unter der ISBN 978-3-7973-1104-7.

Hier die Kurzinhalte der im Buch erschienenen Fälle:

260. Der Prinz von Homburg
Keller, in Berlin als Kommissar tätig, erhält während eines brisanten Einsatzes die Mitteilung, dass sein Vater in Bad Homburg gestorben sei. Die Fahrt nach Bad Homburg wird für den Kommissar gleichzeitig eine Reise in seine Vergangenheit. Hier ist er geboren und aufgewachsen, und hier hat er, unterstützt von seinem Mentor Kommissar Meister (Jürgen Schornagel), auch seine ersten Schritte in den Polizeialltag unternommen. Schnell findet Keller heraus, dass sein Vater keines natürlichen Todes gestorben ist und beginnt zu ermitteln. In seinem Elternhaus trifft er auf den mysteriösen André Bijou (Jürgen Tarrach), der seinen Vater gefunden hat und vorher offenbar geschäftlich mit ihm zu tun hatte. Bijou ist Koch im Restaurant Stein, mit dessen Besitzerin Sophie Stein (Inga Busch) sich Keller anfreundet und die ihm fortan seine kulinarischen Wünsche befriedigt und ihm auch sonst mit Rat und Tat zur Seite steht. Durch den Anruf einer älteren Dame erfährt Keller außerdem, dass sein Vater vor seiner Zeit eine Affäre hatte, aus der ein Sohn hervorgegangen ist. Im Laufe der Ermittlungen gerät Keller aufgrund der Übereinstimmung des genetischen Fingerabdrucks schließlich selbst in Verdacht, seinen Vater getötet zu haben …
Text: ARD
Deutsche Erstausstrahlung: 26.09.2004

273. Die Mutter von Monte Carlo
In seinem zweiten Fall beginnt für Kommissar Keller eigentlich alles recht beschaulich: Eines Morgens sitzt ein kleiner Hund im Restaurant von Sophie Stein (Inga Busch). Als der Kommissar – immer im Amt – den entlaufenen Hund zurückbringen möchte, erfährt er, dass dessen Frauchen vermisst wird. Es ist die Mutter von Peter Karlow, genannt „Monte Carlo“, einem bei einem tragischen Unglück verstorbenen Schulfreund Kellers. Die Mutter hat den Jackpot im Casino von Bad Homburg geknackt und ist danach verschwunden. Am selben Abend holt Keller Sophie von einer Chorprobe ab und trifft dabei auf seinen alten Jugendfreund Paul Bertram (Gustav Peter Wöhler), der den Chor leitet. Während der großen Wiedersehensfeier erfährt Keller, dass es seinem Freund finanziell nicht besonders gut geht, und dass er nach dem tragischen Tod von Karlow dessen schwangere Freundin geheiratet hat. Sophie wittert hinter dem Verschwinden der alten Frau Karlow ein Verbrechen. Bei ihrer eigenmächtigen Recherche trifft sie im Casino auf Edgar Dobler (Rüdiger Vogler), einen ehemaligen Polizei-Kollegen ihres ermordeten Vaters und Freund der Familie, der sich mit der verschwundenen Helene Karlow angefreundet hatte. Eifersüchtig beäugt Keller das vertraute Verhältnis zwischen Sophie und Dobler. Als Keller bei seinem Frankfurter Kollegen Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) in Doblers Polizeiakte stöbert, stößt er auf einige Ungereimtheiten. Und dann wird auch noch eine Leiche aus dem Schlossteich von Bad Homburg gefischt…
Text: ARD
Deutsche Erstausstrahlung: 29.01.2006

Tina Blase: Polizeiruf 110 – Die Bad Homburg-Folgen